Kebari, mein erster Versuch

Nachdem der Entschluss gefasst war Fliegen selber zu binden, erwarb ich einen gebrauchten Bindestock, schwarzen Faden, einige 12er Haken und Schwanzfedern in Grizzly. Den nachfolgenden Praxisschock verarbeitete ich bei einem Bier und einigen YouTube „How to …“ Videos. Gestern war ich mit vier  der Selbstgebundenen am Bach.

Die ersten Bisse liesen nicht lange auf sich warten, doch haken konnte ich die kleinen Forellen erstmals nicht. Pröbeln und testen.


Noch vor dem Verlust des Selbstvertrauens hat es dann doch geklappt. Vier Fische in einer Viertelstunde. Alles gut 😉

Tenkara fischen oder Canyoning mit Zahnstocher?

Diese Woche war ich in der Surselva unterwegs. Schon lange wollte ich wissen, wie der obere Rhein Abschnitt zwischen Fontavivas (Campingplatz bei Diesentis) und Sedrun mit der Tenkara Rute(n) zu befischen ist. Die Karte verspricht tiefe Schluchten, Pools und Flachwasserabschnitte. Auf diese Distanz von ca. 10 km weist der Bach ein Höhenunterschied von ca. 350 Höhenmeter auf. Das Wetter scheint heute stabil, durch die gestrige Kaltfront ist das Gewässer nicht mehr glasklar, das Wasser floss jedoch gut ab, sodass ich mir auf diesen Erkundungstrip einlasse.

Hier die Eindrücke vom Bachverlauf. Neben drei Goldwaschern ist man hier alleine unterwegs.

    

Im meine „Lefty“ Pack von Chris Zimmer  packte ich meine 12″ TUSA Iwana, die TenkaraTimes Watershed 300Z, einige Kabaris für schnelles und langsames Wasser sowie einige Nymphen um die Pools auszufischen. Da die Wind- und Platzverhältnisse schwer einzuschätzen waren, packte ich eine #4.5 er Level Line von 2.7 m, eine 3.6 m Fuijno soft, als Reserve eine klassisch gezwirbelte  3.2 m Kevlar Leine mit Bissanzeiger sowie zwei FC-Vorfachspulen von 0.14 und 0.16 ein. Zusätzlich schleppte ich einen kompakten Watfeuer, ein kleinen Priest und ein Messer mit. Damit dieses Material weder hängen bleibt, noch beim klettern verloren werden kann, nähte ich mir eine Tasche die ich aussen an der Wathose trage.

Im Lefty Sling Pack bunkerte ich ausserdem noch 1.5 L Trinkwasser, zwei Brote,  Müsli-Riegel, eine Jacke und einen Midlayer. Selbstredend das Handy für die Fotos und Sonnenschutz. Mehr braucht es eigentlich nicht. Keine schlechte Idee wäre das Mittragen einer Notfallapotheke.

                            Tagesbilanz: Drei wunderschöne Forellen.

  

    Looks good – sounds good? This is not the end …

Morning Star


Heute morgen, kurz vor halb sieben hatte ich diesen Winzling an der Angel. Zurückgesetzt, erholte er sich nach kurzer Zeit vom Schock meiner schwarzen 12er Takayama Sakasa Kebari. Die ersten Sonnenstrahlen streifen über die Berggipfel, alles ist gut, der Arbeitstag kann beginnen.